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"Durch Aufgaben, die Menschen sehen, übernehmen,
ablehnen oder auch nicht abwehren können, geraten sie in irgendeine
Beziehung zu der umgebenden Welt." (R.Girmes, Friedrich
Jahresheft 2003, S.6)
Dies trifft vor allem auf Lernaufgaben
zu, weniger auf Übungs- oder Prüfungsaufgaben. Renate
Girmes diskutiert in ihrem Beitrag "Die Welt als Aufgabe?!"
im oben genannten Heft Wesen und Funktion von Lernaufgaben, insbesondere
im Zusammenhang "Aufgabe = Lücke". (Dieser
Artikel gehört zu unserer Pflichtlektüre!)
Wir beginnen hier scheinbar etwas einfacher: Aufgaben
als Beziehungsstifter.
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eigene Position
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Aufgabenstellung = Definition
für eine Lücke
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aktuelles Arbeitsziel
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eigenes Umfeld
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persönliche Vorerfahrungen
und verfügbare Quellen
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Vorbilder gesellschaftliche Normen
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oder der Arbeitsplan als Beziehungsstifter
zwischen
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eigene Position
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offener Arbeitsplan mit einem System
von Aufgaben = Sortiment von Lücken
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aktuelles Arbeitsziel
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eigenes Umfeld
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persönliche Vorerfahrungen
und verfügbare Quellen
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Vorbilder gesellschaftliche Normen
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Das Wort "Beziehungsstifter"
sollten wir Lehrer uns in Form eines Mindmaps vor Augen halten,
damit das Beziehungsgeflecht in seinen vielfältigen Formen
Gestalt annimmt. Konkret: Welche Elemente der hellblauen Felder
werden durch die Aufgabenstellung in Beziehung gesetzt?
Und so kann die Umsetztung am Beispiel
einer Lernaufgabe aussehen:
 Beispiel
Lernaufgabe
Zur Komposition einer Lernaufgabe
sollten nachfolgende 5 Hauptideen überdacht werden: 1. Die
"Lücke" sollte über vorgegebenes Material
z.B. als Problem oder als Sachlücke deutlich aufgezeigt werden. 2.
Der Ablauf des Lernprozesses sollte durch Nennung der gewünschten
Lernaktivität gesteuert werden, z.B. Messen und Auswerten oder
Recherchieren. 3. Ein Hinweis auf die Qualität (Tiefgang)
der gewünschten Arbeitsweise ist notwendig, z.B. Erkläre
... oder Skizziere ... 4. Ein Tipp für die zu benutzende
Arbeitstechnik ist zu formulieren, z.B. Mindmap oder Diagrammvergleich. 5.
Die Einordnung in die Gesamt-Lernsituation muss die Sinnhaftigkeit
des Tuns erklären, z.B. "wir brauchen ein Muster"
oder "soll uns zeigen wie das geht".
Urs Ruf bringt in seinem Beitrag
"Metakompetenz", (im oben genannten Heft S. 56-59) noch
eine wesentliche Erweiterung zur Lernaufgabe. Lernaufgaben sind
offene Aufgaben im Gegensatz zu den geschlossenen Aufgaben bei Übungen
oder Prüfungen. Urs Ruf stellt fest, dass bei der Übungs-
und Prüfungsaufgabe der Lehrer seiner "Holschuld"
(im juristischen Sinne) nachkommt, das prägt diesen Aufgabentypus.
Ganz anders bei der (offenen) Lernaufgabe: Offene Aufträge
stellen "eine Bringschuld der Lernenden dar. Diese können
nur erfüllt werden, wenn die Person sich selbst ins Spiel bringt,
ihre individuellen Ressourcen optimal nutzt und für Ideen und
Kritik anderer offen ist: Was kann ich? - Was weiß ich? -
Was will ich? - Wo sind meine Grenzen? - Wie kann ich sie überschreiten?
- Wie können Lernpartner, Lehrkräfte oder Lehrbücher
mir dabei helfen?" (Urs Ruf, Metakompetenz, Friedrich Jahresheft
2003, S.57)
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