Maßstäbe für das eigene Tun

Wie entwickelt ein Kind oder Jugendlicher seine persönlichen Wertmaßstäbe?
Wie kann die Schule bei diesem schwierigen Lernprozess helfen?

Im lehrerzentrierten Unterricht wirkt der Lehrer durch seine Person und über seine Autorität. Die vom Lehrer vermittelten Wertmaßstäbe wollen aber viele Jugendliche nicht übernehmen, sie versuchen eigene Wege zu gehen. Der handlungsorientierte Unterricht und insbesondere die Formen des Plan- oder Rollenspiels schließen diese Lücke. Ein Jugendlicher akzeptiert die Kritik von Mitschülern stillschweigend, er korrigiert sein Fehlverhalten möglichst unauffällig. Die Gruppe zeigt dem Einzelnen seine persönlichen Grenzen, aber auch seine individuellen Fähigkeiten. Daraus entwickelt sich ein verbessertes Selbstwertgefühl. Diese Gruppendynamik muss der Lehrer steuern, keine leichte Aufgabe.

Die vielfältigen Inhalte des Identitäts-Ansatzes "Was ist anders als bei uns?" gestalten den Blick über den eigenen "Tellerrand" hinaus und helfen auch die "globalen" Wertmaßstäbe zu entwickeln.