| In Anlehnung an Klippert's "Didaktik der
Aneignung" schreibt T.Lenz im Heft "Handlungsorientierung",
in geographie heute, Mai 2003, Seite 4: "Entscheidend
ist vielmehr eine mit der Handlungsorientierung einhergehende Problemorientierung
und die mit der Handlung verbundene Verinnerlichung durch das sprachlich-gedankliche
Durcharbeiten des Tuns."
Unsere Folgerungen: a) Diskussionen, Streitgespräche,
Erörterungen, ... sind hervorragende Elemente der Kommunikation,
die Ergebnisse im inhaltlichen Bereich bleiben aber "flüchtig".
Deshalb sollte jeder Teilnehmer sein Protokoll oder sein
Mindmap erstellen. b) Angeleitete handlungsorientierte
Einzelarbeiten wie Methodentraining oder Einüben von Arbeitstechniken
(siehe Buch von Klippert "Methodentraining") stellen eine
handlungsorientierte Aufwertung des traditionellen Unterrichts dar.
Für "Lerntypen" sehr effizient, die Motivation ist
etwas schwierig. Abhilfe und eine Aufwertung dieser Ansätze
ist die Integration in ein größeres inhaltliches Lernfeld,
aus dem die Motivation für das Methodentraining erwächst. c)
Sammeln, Ordnen, Beschriften, Beschreiben als Einzelarbeiten
oder in der Gruppe sind vor allem in der unteren Mittelstufe ein
altersgerechter kleinschrittiger Ansatz. d) Experimente bzw.
Versuche Aufbauen, Durchführen, Evaluieren in Einzelarbeit
oder in der Gruppe sind ab der 7.Jgst. altersgerechte komplexe Ansätze. e)
Präsentationen von Arbeitsergebnissen unter Hervorhebung
des Adressatenbezugs fördern die eigenständige Arbeitsweise
und das Selbstwertgefühl. f) Organisationsaufgaben
für eine Veranstaltung oder eine Gemeinschaftsarbeit fördern
vor allem das Teambewusstsein.
Nutzen Sie alle Möglichkeiten
zur Förderung Ihrer Schüler?
Einige zentrale Aspekte des Methodentrainings: -
Auswahl des notwendigen Basiswissens - Zum Wert der Arbeit
mit Mindmaps

- Die Möglichkeiten bei der Arbeit mit
Bildern (Beitrag
bei SatGeo) - Die verbindende Klammer der Informationsverarbeitung
(Beitrag
bei SatGeo) - Methodentraining und Handlungsorientierung
(Methodentraining meint zumeist das unten genannte konvergente Handlungsziel
als geschlossene Aufgabe. Eine offene Aufgabenstellung entspricht
dem divergenten Handlungsziel):
Konvergentes (geschlossenes) Handlungsziel: Eine
Kopie einer vorgegebenen Zielform ist auf möglichst direktem Weg zu erstellen,
Abweichungen von der Zielform sind zu vermeiden. Der
permanente Vergleich hilft zu entscheiden, ob das Handlungsergebnis als Kopie
der Zielvorgabe akzeptiert werden kann. (Beispiele:
Informationswiedergabe, Einübung von Tätigkeiten) |
Divergentes (offenes) Handlungsziel: Eine oder
mehrere Varianten zur vorgegebenen Zielform sind auf möglichst individuelle Art
zu erstellen. Umwege sind zugelassen. Der permanente Vergleich hilft zu
entscheiden, ob das Handlungsergebnis zur Zielvorgabe in Beziehung steht bzw. ob
Bezüge zu anderen früheren Ergebnissen sichtbar werden. (Beispiel:
Informationsverarbeitung) |
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Elemente des konvergenten Vergleichs - Erkennen von
Details - Prüfen auf Gleichheit -
Wiedererkennen der Zielform - Verharren in der
vorgegebenen Abstraktionsstufe - Argumentation in Form
von linearen Kausalketten - Auswerten von
Vergleichsergebnissen nur rudimentär |
Elemente des divergenten Vergleichs - Erkennen von
Prinzipien und Strukturen - Prüfen auf
Ähnlichkeit - Wiedererkennen der Variante im Unterschied
zur strengen Kopie - Bewegen in verschiedenen
Abstraktionsstufen und Hierarchien - Argumentation in
Bahnen strukturierter "Netzwerke" - Auswerten der
Vergleichsergebnisse nimmt breiten Raum ein |
aus einem Beitrag von SatGeo von 1991 zum Thema
"Konvergentes
oder divergentes Unterrichten" (R.Roseeu)
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