Arbeitskreis "geographische BfNE"

Die Themen Globalisierung, Global Change, Syndrome des globalen Wandels, System Erde sind Basisthemen für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BfNE).
Weil im Blick auf
schulische Bildung hierbei die geographischen Ansätze mit ca. 80% überwiegen, wollen wir über die Thematisierung einer geographischen BfNE Akteure aus Hochschule, Forschung und Schule gewinnen, damit alle Bereiche der Geographie und der Geowissenschaften ihren Beitrag zur UN-Dekade leisten.

Am 1.März 2006 wurde dazu in der Geowerkstatt am Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern ein Arbeitskreis gegründet. Er besteht bei seiner Gründung aus 24 Mitgliedern.

Der AK will Vorschläge für die schulische Umsetzung entwickeln und publizieren. Vorrangige Adressaten sind Multiplikatoren und Jugendliche aller Schularten. Als Arbeitsrahmen dient das Konzept vom 5-dimensionalen geographischen Lebensraum mit den 5 Erlebniswegen.

Wissenschaftliche Arbeitsweise und Freude an technischen Anwendungen sollen zu neuen Lebensansätzen speziell bei Jugendlichen anregen. Damit soll dem Wandel des Industrie- und Wirtschaftsstandorts Deutschland in einer sich globalisierenden Welt Rechnung getragen werden.

Methodisch und didaktisch orientiert sich der AK an den Gedanken von
Jürgen Rost:
 "Umweltbildung - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung:
Was macht den Unterschied?"
nachzulesen bei http://www.ipn.uni-kiel.de/blk21-sh/umweltbildung.pdf

Aus dem Beitrag von Jürgen Rost zur Erfahrung aus 25 Jahren Umwelterziehung können wir folgern:
- Handlungsorientierung ist notwendig, aber nicht hinreichend für Verhaltensänderungen
- Den Umgang mit Komplexität müssen wir erst noch lernen
- "Lebensqualität" ist ein sinnvolles Ziel für eine Werteerziehung
- Modelle für polyvalente Individualentscheidungen müssen wir entwickeln
- "Wunschzukunft" und "Lebensansatz" erscheinen als positive Zielkriterien hilfreich
- Kompetenzen und Wissensinhalte, die für eine BfNE entscheidend sind, müssen erst noch bestimmt werden.

Unser Konzept der geographischen Bildung für nachhaltige Entwicklung ist entwicklungsorientiert, werteorientiert und lebt von Gestaltungskompetenz.
Unsere "5 Dimensionen des geographischen Lebensraumes" unterstützen das "globale Lernen". Alle von Rost aufgeführten didaktischen Ansätze lassen sich, oft gleichzeitig, in Unterrichtsumsetzungen verwirklichen. Das kann sehr effizient sein. Die Schlüsselkompetenz "Entwicklungen bewerten" kommt in einer sich globalisierenden Welt ohne unsere 5 Dimensionen nicht aus.